Tübingen – Unter anderem wegen Erschleichens von Leistungen und Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermitteln das Polizeirevier Tübingen und die Bundespolizei gegen eine 24-jährige Frau aus Rottenburg nach einem Einsatz am Montagnachmittag am Hauptbahnhof.

Die Frau war in einem Zug zwischen Reutlingen und Tübingen ohne gültigen Fahrschein aufgefallen, weshalb der Zugbegleiter kurz vor 14.15 Uhr die Polizei alarmiert hatte. Nachdem sie den Zug in Tübingen verlassen hatte, konnte sie von den Polizeibeamten vor dem Bahnhof angetroffen werden. Auf Ansprache reagierte sie nicht. Als sie angab, nur Englisch zu sprechen, wurde ihr der Grund der Personenkontrolle in englischer Sprache erklärt. Dennoch verweigerte sie die Angabe ihrer Personalien oder die Herausgabe eines Ausweisdokuments, weshalb sie zur Feststellung ihrer Identität in die Diensträume der Bundespolizei gebracht werden sollte. Dagegen setzte sie sich zur Wehr. Laut schreiend ließ sich die 24-Jährige mit ihren Kleinkindern auf dem Arm zu Boden fallen und schlug um sich. Obwohl ihr mehrfach in verschiedenen Sprachen der Grund der Kontrolle erklärt wurde, blieb sie uneinsichtig und äußerte immer wieder wahrheitswidrig, dass sie nur aufgrund ihrer Hautfarbe kontrolliert werde. Dies brachte wiederum etliche völlig unbeteiligte Passanten dazu, die aus Nigeria stammende Frau in ihrem Verhalten zu bestärken. Andere Passanten hingegen wirkten deeskalierend auf die 24-Jährige und die sich mit ihr solidarisierenden Personen ein. Nachdem die Personalien der Verdächtigen über persönliche Papiere, die sie in der Geldbörse im Kinderwagen mit sich führte, festgestellt werden konnten, beruhigte sich die Lage. Die Beschuldigte sieht nun mehreren Anzeigen entgegen. (ak)

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